Der Himmel zu unseren Füßen

Der Sternenhimmel (in der Konstellation vor ca. 5000 Jahren) über dem Boden von Westfalen

Wenn vor ca. 5000 Jahren an den heiligen Kultplätzen in Westfalen nachts große Feuer geleuchtet haben, dann hat es vom Himmel aus betrachtet so ausgesehen, wie auf der Karte hier.  Das Bild zeigt eine (mit googlemaps erstellte) Karte, in der ich die 17 Sternbilder karthografiert habe, die Wolfgang Thiele († 2006) den bis 1300 gebauten Kirchen des alten kölnischen Westfalens zuordnen konnte. Sie ergeben das Abbild des nördlichen Sternenhimmels in einer Konstellation vor ca. 5000 Jahren.

Mit einem Klick auf das Bild öffnet sich die aktuelle Googlekarte, die ich zukünftigt mit weiteren Sternen ergänze, so wie sie 2003 von Wolfgang Thiele und Herbert Knorr veröffentlicht  wurden | „Der Himmel ist unter uns. Die faszinierende Entdeckung des ersten Weltwunder zwischen Rhein und Weser, Lippe, Ruhr und Main“ (Henselowsky und Boschmann).

Unzweifelhaft handelt es sich bei allen markierten Orten um besonders spirituelle Kraftplätze. In den vorchristlichen Religionen spielen sowohl die (Jung)frau als auch insbesondere die Verbindungen zu den Sternen eine ganz besondere Rolle. Was liegt also näher als diese Kult- und Kraftorte mit Konzertaufführungen von commentari zu bereisen – einem Konzert über die Jungfrau-Legenden der (Heiligen) Ursula, die ebensowenig heilig ist,  wie historisch belegbar ist, daß sie überhaupt jemals lebte. Aber ihr Name läßt nach wie vor erkennen, worum sich die Welt dreht; denn die Spitze des Sternbildes der kleinen Bärin ist der heutige Polarstern, um den herum sich nach wie vor das ganze Himmelzelt bewegt.

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