Archive of posts tagged Sternenkarte

Laurentiustränen oder Wünsch Dir was

Perseus.finden

Das Sternbild Perseus kann am Nachthimmel folgendermaßen gefunden werden: von der fünf Mal verlängerten Hinterachse des Großen Wagens über den Polarstern bis zur Kassiopeia (Himmels-W) und dann im rechten Winkel nach rechts, auf etwa halbem Weg zur Capella im Fuhrmann. (Quelle: Wikipedia)

Dieses Wochenende und vor allem in der Nacht von nächstem Montag auf Dienstag ist mit den Höhepunkten der Meteorenschwärme der Perseiden zu rechnen. Von Mitte Juli bis Ende August durchquert die Erde jedes Jahr eine Staubspur im All, die der Komet 109P/Swift-Tuttle hinterlassen hat und deren Staubpartikel beim Aufprall/Eintritt in die Erdatmospäre verglühen. Der Sternschnuppenregen ist nach seinem scheinbaren Ausgangspunkt, dem Sternbild des Persus benannt. (siehe Grafik rechts) und kann mit einer Häufigkeit von bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde auftreten, womit die Perseiden unter den Sternschnuppenjägern zu den Highlights gehören.

Falls das Wetter mitspielt und einen freien Blick auf den Himmel zuläßt, sollten alle, die noch den ein oder anderen Wunsch offen haben, sich Zeit für den Blick in den Sternenhimmel nehmen. Optimal zur Sternschnuppenbeobachtung ist der Blick in den Himmel, der möglichst wenig durch Lichter, wie Straßenlaternen usw. abgelenkt wird. Ergänzend kann auch sehr praktisch mit der kostenlosen Sternenkarte Google Sky Map für Tablets und Smartphones der Himmel erkundet werden. Die App kann sogar in den roteingefärbten Nachtmodus umgestellt werden, so daß die Augen vom Licht der App nicht für die Himmelsbeobachtungen irritiert werden.

Im August gibt es auch wieder zahlreiche Möglichkeiten die Internationale Raumstation (ISS) zu beobachten. Aktuelle Daten für die Sichtbarkeit der ISS über Deutschland sind dieser Seite hier zu entnehmen. Auf der Seite www.isstracker.com kann die Position der ISS auch live auf einer Weltkarte verfolgt werden.

Weitere Informationen zu den Perseiden im August 2013 finden Sie auch hier:

http://www.n-tv.de/wissen/Perseiden-Schwarm-kommt-ueber-uns-article11146226.html

http://www.welt.de/wissenschaft/weltraum/article118853666/Zertruemmerter-Komet-laesst-Sternschnuppen-regnen.html

Artikel über die Perseiden (Laurentiustränen) in der Wikipedia

2600 Jahre altes Abbild/Bodenkarte des Sternenhimmels entdeckt

Die Anordnung der Gräber ...

Die Anordnung der Gräber … … auf dem Magdalenenberg entspricht den Sternenbildern, wie sie zwischen der Winter- und Sommersonnenwende des Jahres 618 v. Chr. zu sehen waren. An zwei Stellen um das zentrale Fürstengrab errichtete man zudem Stangen, mittels denen sich die Mondwenden berechnen ließen.

Wolfgang Thiele und Herbert Knorr hatten mit Ihrer Veröffentlichung 2004 “Der Himmel ist unter uns” jede Menge Skepsis und voreilige Kritik einzustecken, als Sie mit Thieles Entdeckung über das ca. 5000 Jahre Abbild des nördlichen Sternenhimmels auf dem Boden von Westfalen an die Öffentlichkeit gingen. (Siehe auch den Artikel “Der Himmel zu unseren Füßen” im H-Blog vom 4. November 2010). 40 Jahre nach der Entdeckung des keltischen Gräberhügel “Magdalenenberg” im Schwarzwald hat nun der Wissenschafter Allard Mees vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz herausgefunden, daß die Gräber der Anlage ebenfalls wie Sternbilder auf dem Boden angelegt sind. Ebenso wie Wolfgang Thiele die Datierungen des Sternenhimmels über Westfalen berechnete, konnte er mittels Computerprogrammen rekonstruieren, daß die Anlage gemäß den Sternbildern im Sommer 618 v. Chr entstanden ist. Offensichtlich diente die keltische Anlage als Mondkalender der Zeitberechnung.
Am 16./17. Juni 2011 wurde diese Nachricht in den öffentlich-rechtlichen Medien publiziert, erstaunlicher Weise aber innerhalb einer Woche nahezu vollständig wieder gelöscht. Neben wenigen gechachten Googleeinträgen (Der dazugehörende TV-Beitrag ist leider nicht mehr zu finden) dokumentiert dieser Artikel “ASTRONOMIE DER EISENZEIT – Ein Fürstengrab als Mondkalender” von Katharina Bolle detailiertere Informationen über die Entdeckung einer weiteren Sternzeichenkarte auf deutschem Boden.

Der Himmel zu unseren Füßen

Der Sternenhimmel (in der Konstellation vor ca. 5000 Jahren) über dem Boden von Westfalen

Wenn vor ca. 5000 Jahren an den heiligen Kultplätzen in Westfalen nachts große Feuer geleuchtet haben, dann hat es vom Himmel aus betrachtet so ausgesehen, wie auf der Karte hier.  Das Bild zeigt eine (mit googlemaps erstellte) Karte, in der ich die 17 Sternbilder karthografiert habe, die Wolfgang Thiele († 2006) den bis 1300 gebauten Kirchen des alten kölnischen Westfalens zuordnen konnte. Sie ergeben das Abbild des nördlichen Sternenhimmels in einer Konstellation vor ca. 5000 Jahren. Weiterlesen »