H-Blog - von einer, die auszog das Glauben zu lernen

Zeichnung aus Notenlinien

Mitte der 90er Jahre entdeckte ich “Fidolino“, ein handliches Notenlinien Stempelset, mit dem sich schnell und praktisch Notenlinien stempeln oder besser gesagt rollen lassen. Das ist nicht nur sehr praktisch, um musikalische Einfälle im Notizbuch leserlich festzuhalten, sondern es läßt sich damit auch noch anderweitig kreativ werden. Da ich auch immer gerne selber gemalt und gezeichnet habe, ist im April 1995 diese Zeichnung entstanden, die ich “Variation im freien Fall” genannt habe. Der Titel hat mich 14 Jahre später nochmal dazu inspiriert eine gleichnamige Komposition zu verfassen, die am 12. September 2009 anläßlich der Ausstellung “A Painting a Day keeps the Doctor away” der Künstlerin MAF Räderscheidt in der Eifel uraufgeführt wurde.

2600 Jahre altes Abbild/Bodenkarte des Sternenhimmels entdeckt

Die Anordnung der Gräber ...

Die Anordnung der Gräber … … auf dem Magdalenenberg entspricht den Sternenbildern, wie sie zwischen der Winter- und Sommersonnenwende des Jahres 618 v. Chr. zu sehen waren. An zwei Stellen um das zentrale Fürstengrab errichtete man zudem Stangen, mittels denen sich die Mondwenden berechnen ließen.

Wolfgang Thiele und Herbert Knorr hatten mit Ihrer Veröffentlichung 2004 “Der Himmel ist unter uns” jede Menge Skepsis und voreilige Kritik einzustecken, als Sie mit Thieles Entdeckung über das ca. 5000 Jahre Abbild des nördlichen Sternenhimmels auf dem Boden von Westfalen an die Öffentlichkeit gingen. (Siehe auch den Artikel “Der Himmel zu unseren Füßen” im H-Blog vom 4. November 2010). 40 Jahre nach der Entdeckung des keltischen Gräberhügel “Magdalenenberg” im Schwarzwald hat nun der Wissenschafter Allard Mees vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz herausgefunden, daß die Gräber der Anlage ebenfalls wie Sternbilder auf dem Boden angelegt sind. Ebenso wie Wolfgang Thiele die Datierungen des Sternenhimmels über Westfalen berechnete, konnte er mittels Computerprogrammen rekonstruieren, daß die Anlage gemäß den Sternbildern im Sommer 618 v. Chr entstanden ist. Offensichtlich diente die keltische Anlage als Mondkalender der Zeitberechnung.
Am 16./17. Juni 2011 wurde diese Nachricht in den öffentlich-rechtlichen Medien publiziert, erstaunlicher Weise aber innerhalb einer Woche nahezu vollständig wieder gelöscht. Neben wenigen gechachten Googleeinträgen (Der dazugehörende TV-Beitrag ist leider nicht mehr zu finden) dokumentiert dieser Artikel “ASTRONOMIE DER EISENZEIT – Ein Fürstengrab als Mondkalender” von Katharina Bolle detailiertere Informationen über die Entdeckung einer weiteren Sternzeichenkarte auf deutschem Boden.

Wieso deklariert das ZDF Kultur als Luxus?

Am 22. Mai lief im ZDF Nachstudio eine Diskussion mit dem Titel: “Kultur – Luxusgut für alle?”, die (noch) in der Mediathek abrufbar ist. Der aus GEZ-Geldern finanzierte Beitrag ist absolut empfehlenswert, nicht nur weil z.B. Frau Grütters u.a Argumente anführt auf die ich u.a schon bei einer Sitzung des WDR Programmbeirat 2005 hingewiesen habe -> In der Kulturbranche sind in Deutschland mehr Menschen als in der Automobilindustrie tätig, wobei bitte zu beachten ist, welche Medienaufmerksamkeit herscht, wenn auch nur ein Werk eines Autoherstellers von Schließung bedroht ist, während von der Öffentlichkeit unbemerkt in der Kulturbranche jährlich bis zu 20% aussteigen müßen, weil sie davon nicht mehr ihren Lebensunterhalt bestreiten können.
Kritisch möchte ich mir hier wünschen, daß diejenigen die für Headlines, Texte und Inhalte der öffentlich-rechtlichen Sender verantwortlich sind, sich psychologisch derartig grundversorgen, damit sie den Rechten keine Steilvorlagen mehr zum Abschreiben liefern, denn: Ausgaben für Kultur sind keine Subventionen sondern gesellschaftliche Investitionen! Kultur ist kein Luxus, sondern Kultur ist die Basis jeder Gesellschaft!
Um die Sendung in der ZDF-Mediathek anzusehen, bitte auf das Bild klicken!

NEWSIC Single: Frei sein (B Seite: Komm wir schreien uns mal an :-)

Im Herbst 1999 registrierte ich meine erste Domain (newsic.de) um meine Arbeit im Netz zu präsentieren und dokumentieren. Als Komponistin “Neuer Musik” war die Erkenntnis darüber, das es letztendlich nichts wirklich Neues gibt, in Ergänzung mit der Tatsache, daß es in aller Vielfalt immer wieder Verbindungen und Kombinationsmöglichkeiten gibt, der Auslöser das Wort “newsic” zu kreieren, denn “new” bedeutet im Englischen “neu” und “sic” im Lateinischen “auf diese Art und Weise”. “newsic” ist also eine Wortkombination aus einer aktuellen und ein antiken Weltsprache, dessen Assoziationen zu “Neuer Musik” völlig willkommen sind und mir für meine Arbeit in der ich mich sehr gerne mit Alter Musik auseinandersetze, besonders passend scheint. “newsic” ist inzwischen ebenso der Name des ensembles, mit dem ich seit 2000 in wechselnder Besetzung meine Kompositionen aufführe und seit 2002 auch des eigenen Verlags für Neue Musik und Medien.

Zahlreiche Jahre später entdeckte ich dann zufälliger Weise im Netz, daß bereits 1979 ein Musikprojekt den selben Namen gewählt hatte. Aus meiner Kinderzeit mit spärlichsten Fernseherfahrungen ist die Titelmelodie “Maybe” der amerikanischen Serie “Der Mann aus den Bergen” (Maybe – Thom Pace | theme from Grizzly Adams) unlöschbar als Ohrwurm abgespeichert, die eben nur dank dieser TV-Serie 1979 als Nummer Eins wochenlang die deutschen Charts anführte. Im selben Jahr erschien bei Ariola dann auch eine deutsche Cover-Version des Nummer-1-Hits unter dem Namen NEWSIC mit dem Titel “Frei sein” samt der B-Seite: “Komm wir schreien uns mal an” 🙂 Für den ambitionierten Plattensammler gibt es diese zur Zeit z.B. hier zu ersteigern.

Wo kommt eigentlich der Wahnsinn her?

Den gibt es gratis zu jeder Kiste Bier und bei Einkäufen ab 30 Euro im Schöppinger Supermarkt zusammen mit 8 x 150 Blatt 3-lagigem Toilettenpapier Sorte “Regina”:

Fürstlich gefrühstückt | 31.05.2011 Münsterland Zeitung

Klüngelskerl Melodie

Wenn der Schrotthändler durch den Ort zieht, dann spielt sein Wagen eine Melodie, die sich hervorragend als Ohrwurm eignet. Bevor die Schrotthändler (oder auch Klüngelskerle) motorisiert waren, fuhren sie mit Pferdewagen und spielten auf einer Blechflöte die Melodie, die selbst ich als Nicht-Blockflötenspielerin vor ein paar Tagen auf einer selbigen erlernen konnte.

Weil im Netz viele vergeblich nach Noten zu der Klüngelskerl-Melodie suchen, habe ich diese als kleine Notiz aufgeschrieben – zum kopieren, von den Dächern pfeifen oder eben mal eine einfache Melodie auf der Blockflöte spielen lernen.

Mehr Spaß mit Facebook Audio Captcha

Immer mehr Internetseiten verwenden Captchas als Schutz vor Spam, kleine Bilder mit Buchstabenfolgen oder wortähnlichen Gebilden, die von Anwendern abgelesen und in ein Textfeld geschrieben werden  sollen.  Manchmal sind diese Wortbilder auch so verzerrt, daß sie nur noch schwer erkennbar sind, aber um trotzdem den erforderlichen Text ins Feld zu bekommen gibt es eine weitere praktische Hilfe:  Ein Link zu einem Audiocaptcha, der die gewünschten Worte als Audiodatei hörbar macht.  Heute habe ich so einen Link zu einem Audiocaptcha bei facebook gesehen und heute habe ich zum ersten mal einfach so aus Neugier angeklickt und angehört.  Das Ergebnis ist wirklich speziell aufmerksamkeitserregend.  Ich versichere hiermit, daß ich dieses Original Facebook Audio Captcha nur aufgenommen und NICHT weiter bearbeitet oder manipuliert habe:

Vogelsang und Eifelduft

Letzte Woche haben mich u.a. Vorbereitungen für neue Klanginstallations-Projekte in die Eifel, genauer zur ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang getrieben. Bis es detailierte Informationen dazu gibt, möchte ich schonmal die wunderschöne Aussicht über die frühlingsduftende Landschaft teilen. Anschließend gab es noch einen Blitzbesuch im Atelier von MAF Räderscheidt in Bad Münstereifel. Der Kunstdrucker Martin Kätelhön hat seine Sternenpresse im Räderscheidtschen Kunstatelier am Entenmarkt installiert und wird am kommenden Samstag von 14:00 bis 17:00 Uhr öffentlich mit seit Jahrhunderten bewährten Drucktechniken Kupferstiche herstellen.