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Ich höre was, was ich dann seh – Neue Studie zu Interaktion von Hör- und Sehsinn

© Madmaxer | Dreamstime.comIm April letzten Jahres wurde eine interessante Studie des Forschers Gary Lupyan bekannt, die er gemeinsam mit seinem Kollegen Daniel Swingley veröffentlichte, der ebenfalls wie Lupyan an der Universität Wisconsin-Madison beziehungsweise  Pennsylvania arbeitet. Sprache beeinflusst unser Denken, Erinnern und auch unser Verhalten. Wie schon im Talmud als Weisheit überliefert ist: „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.“ Die Studie der beiden Forscher belegt eindrucksvoll, das Selbstgespräche nicht nur nützlich sind, sondern geradezu sehr praktisch angewendet werden können, um Konzentrationfähigkeit und Gedächnis zu unterstützen und um unser Verhalten im Alltag positiver und stimmiger zu gestalten. Eine kleine Übersicht, was Sie beachten sollten um möglichst effektive Selbstgespräche zu führen, finden Sie auf dieser Seite.

Vor ein paar Tagen wurde nun bekannt,  daß es eine neue Studie von Gary Lupyan veröffentlicht wurde, in der er noch weitere Zusammenhänge für unsere Wahrnehmung erforscht hat, mit dem Ergebnis: Sprache hat eine noch größere Wirkung auf unsere Wahrnehmung als bisher angenommen wurde. So konnte nachgewiesen werden, daß das was wir sehen davon beeinflußbar ist, was wir hören. „Beim Sehen geht es nicht nur um Bilder und beim Hören nicht nur um Töne. Von Anfang an ist die Wahrnehmung auch eine Interpretation der Welt, geht es darum, aus den Daten aller Sinne ein möglichst stimmiges Gesamtbild zu konstruieren.“ Mehr zu der Studie, die Gary Lupyan gemeinsam mit Emily Ward erarbeitet hat, gibt es hier.