Archive of posts tagged Mercator-Projektionen

Mercator, Projektionen und das Spiel mit offenen Karten

Das Jahr 2012 war festlicher Anlass den 500. Geburtstag des bedeutenden Duisburger Bürgers zu feiern, der im 16. Jahrhundert nach Inhaftierungen wegen Ketzerei die Niederlande verließ und im religiös toleranten Duisburg eine neue freigeistige Heimat fand. Der Mathematiker, Kartograph, Theologe und Philosoph Gerhard Mercator verfasste in seiner Duisburger Zeit die erste Karte, nach der erstmalig weltweit winkeltreu navigiert werden konnte. Ebenso wie es beschwerlich ist, einen Ball gleichmässig mit Papier zu bekleben oder die Schale einer Orange zu einer Fläche zusammenzulegen, war es bis dahin unmöglich die Fläche der runden Erdkugel auf einer zweidimensionalen Karte darzustellen. Mercator löste die Aufgabe mit der nach ihm benannten Mercatorprojektion (siehe Animation erstellt von Dr. Afred Hucht Universität Duisburg-Essen) Weitere Informationen zur Mercatorprojektion sind in diesem Artikel der Universität Duisburg Essen auf den Gerhard-Mercator-Internetseiten der Stadt Duisburg zu finden.

Das charakteristische an den Projektionen nach Mercator ist das Prinzip der gleitenden Perspektive. Im übertragendem Sinne führt es dazu sich der Vergänglichkeit von Ansichten zuzuwenden. Welche Bedeutung und Macht die Kartographierung, die immer nur eine begrenzte Ansicht vermitteln kann, für die Menschheit auch in heutigen Zeiten hat, ist in diesem Arte.tv-Beitrag gelungen zusammengefasst:

Gerhard Mercator ist auch bedeutend, weil er als erster den Begriff „Atlas“ für ein geographisches Kartenwerk verwendete. Mehr dazu gibt es auf den Seiten von Planet Wissen zu lesen. Wer sich näher mit Duisburg zur Zeit Gerhard Mercators beschäftigen möchte, findet unter www.duisburg1566-3d.de ein Projekt, daß als Diplomarbeit der Ruhr-Universität Bochum einen virtuellen Spaziergang in 3D durch das Duisburg anhand des Corputiusplan von 1566.

Duisburg: The Pulse of the Planet: 51° 26´ N, 6° 45´ O Duisburger Philharmoniker UA Overview

17. Oktober 2013
19:00

Foto: ©iStockphoto.com/loops7Multimediales Erlebniskonzert mit Mercator-Vision

Duisburger Philharmoniker
Seokwon Hong, Leitung

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Dorotheé Hahne
Overview – Mercatorprojektionen (Uraufführung)
Werke von John Adams, William Walton, Charles Ives und anderen
Elke Swoboda musikalisch-visuelle Interludes
Martin Stys Musik und Visuals Lounge
Stephanie Riemenschneider Konzeption

Flyer im PDF-Format – hier herunterladen

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Besondere Klänge bauen auf Mercators Berechnungen | 12.06.2013 Der Westen

Die Reihe „Klasse.Klassik“, mit der die Duisburger Philharmoniker seit 2006 das junge Publikum für klassische Musik begeistern möchten, wird fast ausschließlich von Förderern finanziert. Den Löwenanteil leistet dabei die Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker, die auch in diesem Jahr ihren mit 2000 Euro dotierten „Förderpreis Musikvermittlung“ vergibt. Gestern überreichte Peter Schuck vom Vorstand des Freundeskreises den Preis an Elke Swoboda (29) für ihre Mitarbeit an einem besonderen Konzert, bei dem sozusagen das Mercator-Jahr nachklingt.

Die Philharmoniker hatten einen Kompositionsauftrag an Dorothée Hahne vergeben, die in ihren „Mercator-Projektionen“ die Berechnungen Mercators in Musik transformiert. Durch Klang und Bildprojektionen soll sich das besondere Gefühl einstellen, vom dem Menschen berichten, die einen Blick aus dem All auf die Erde werfen.

Der Komposition „The Pulse of the Planet: 51° 26’ N 6° 45’ O“ werden bei der Uraufführung am 17. Oktober Werke zur Seite gestellt, die mit Duisburgs Partnerstädten zu tun haben. Die Verbindungen zwischen den Werken stellt Elke Swoboda in Bildern und elektronischen Klanglandschaften her. Die Dortmunderin hat Blockflöte und Instrumentalpädagogik studiert, dazu ab 2008 Komposition an der Folkwang Universität. Entstehen soll eine ungewöhnliche Hörreise.

Das „Klasse.Klassik“-Programm wartet in der neuen Spielzeit 2013/2014 mit einer neuen Struktur auf, die „die Zielgruppen noch deutlicher ansprechen soll“, so Philharmoniker-Intendant Dr. Alfred Wendel. Bislang seien die Altersgruppen dem Publikum nicht ganz deutlich geworden. Daran haben die Konzertpädagoginnen Theresa Schwär und Stefanie Riemenschneider „gefeilt“. Herausgekommen sind drei Kategorien: „Klasse.Klassik mini“ richtet sich an Familien mit Vorschulkindern und Kindergärten, also an die Altersklasse der Drei- bis Sechsjährigen. Sie werden in drei Konzerten im Opernfoyer mit den Instrumenten bekannt gemacht. „Klasse.Klassik familie“ – fünf Konzerte und ein „Special“ – richtet sich im großen Saal an Besucher ab sechs Jahren. Und „Klasse.Klassik erlebnis“ richtet sich an junge Erwachsene und alle Klassik-Fans, die auf der Suche nach Neuem sind. Ein Konzert ist „The Pulse of the Planet“, das andere bietet wieder Filmmusik.

Die „Klasse.Klassik“-Reihe wird auch gefördert von der Volksbank Rhein-Ruhr, dem Hilfswerk Lions Club Duisburg und privaten Donatoren wie Beatrix Brinskelle.

Besondere Klänge bauen auf Mercators Berechnungen | WAZ.de – Artikel im Original:

Wieder viel Musik für junge Ohren | 13.06.2013 Rheinische Post

VON INGO HODDICK

Duisburg (RP). „klasse.klassik“, die komplett privat finanzierte Education-Abteilung der Duisburger Philharmoniker, geht neu strukturiert in die Saison 2013/2014. Die verschiedenen Zielgruppen sollen so direkter angesprochen werden.

Die Duisburger Philharmoniker verstärken in der kommenden Saison 2013/2014 ihre Bemühungen um das Publikum der Zukunft. „klasse.klassik“, die durch Sponsoren finanzierte Education-Abteilung des Orchesters, wurde neu strukturiert und besser an die verschiedenen Zielgruppen angepasst. Die beiden Konzertpädagoginnen Theresa Schwär und Stephanie Riemenschneider stellten das erneuerte Konzept und kommende Programm zusammen mit Philharmoniker-Intendant Dr. Alfred Wendel vor.

Die „Musik für junge Ohren“ ruht in Duisburg bald auf vier Säulen: „mini“, „familie“, „erlebnis“ und „interaktiv“. „klasse.klassik mini“ sind drei Konzerte sonntags im Opernfoyer für Familien mit Vorschulkindern von drei bis sechs Jahren. Kammermusikensembles der Duisburger Philharmoniker, der Puppenspieler Mario Klimek und das Maskottchen „Das Flötentier“ erklären die verschiedenen Instrumentengruppen. „klasse.klassik familie“ sind fünf Konzerte sonntags im Großen Saal im Theater für Familien mit Kindern ab sechs Jahren. Hier gibt es wechselnde große Instrumentalbesetzungen, nämlich die Duisburger Philharmoniker, Gastensembles – darunter erstmals auch ein Chor – und von der Musik- und Kunstschule Duisburg. „klasse.klassik erlebnis“ sind zwei Konzerte donnerstags im Großen Saal im Theater. Die Duisburger Philharmoniker spielen hier für alle Menschen ab zehn Jahren. „klasse.klassik interaktiv“ heißt jetzt das bewährte Programm, bei dem Mitglieder der Duisburger Philharmoniker in Schulen gehen oder Schüler die öffentliche Generalprobe der Philharmonischen Konzerte besuchen.

Einige dieser Veranstaltungen sollten hervorgehoben werden. Zum Beispiel das Familienkonzert „Duisburg goes Latin“, passend zum Karnevalszeit am Sonntag, 2. März 2014, 15 Uhr, im Großen Saal im Theater. Die Duisburger Philharmoniker lassen unter der Leitung von Martin Fratz die Füße flotte Cha-Cha-Cha-Rhythmen wippen, die Ochsen auf dem Dach eine stürmische Samba hinlegen und die Seele im Tango schwelgen. Dazu tanzen Schüler der Gesamtschule Duisburg-Süd.

Ein besonderes Ereignis wird das Erlebniskonzert „The Pulse of the Planet: 51° 26´ N, 45´ O“ am Donnerstag, 17. Oktober, um 19 Uhr, im Großen Saal im Theater. Die Duisburger Philharmoniker spielen unter der Leitung eines Stipendiaten des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates die Uraufführung „Mercator-Projektionen“ von Dorothée Hahne sowie einen Flug um die Welt mit Werken von John Adams, William Walton, Charles Ives und anderen zu den Partnerstädten Duisburgs und weiteren musikalisch verewigten Metropolen. Für audiovisuelle Überleitungen sorgt die 1984 geborene Elke Swoboda, die dafür den mit 2000 Euro dotierten Förderpreis der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e.V. erhielt. Am Konzert-Tag gibt es dann um 18 Uhr eine Lounge im Opernfoyer mit Musik und Visuals von Martin Stys, dort auch um 18.30 Uhr ein Podiumsgespräch mit Konzerteinführung.

klasse.klassik

Education-Programm und mehr

Förderpreisträgerin Elke Swoboda studierte von 2003 bis 2007 Instrumentalpädagogik an der Folkwang-Universität in Essen, Hauptfach Blockflöte bei Prof. Ulrike Volkhardt. Seit 2008 studiert sie dort Elektronische Komposition sowie Visualisierung bei Prof. Dietrich Hahne.

Infos im Internet unter www.klasse-klassik.de

Quelle: Rheinische Post Online 13.06.2013