Archive of posts tagged Dunkelzelt

Kulturspiegel: Ttukunak – Txalaparta

30. Juni 2011
22:00bis23:00

Wiederholung der Sendung vom 31. März 2011 mit dem faszinierendem Eröffnungskonzert des baskischen Txalaparta Duo Ttukunak beim Moers Festival 2008. Wer das Duo hierzulande live erleben möchte, hat dazu am 1. Juli 2011 im Schloß Ahaus die beste Gelegenheit, wenn der Kunstverein ArtHAUS die Zwillingsschwestern Sara und Maika Gomez zu einem Konzert in der Veranstaltungsreihe „IMMER ICH“ präsentiert.
Im zweiten Teil der Sendung ist die Aufführung von „Dunkelzelt“  – eine rotierende Klangkomposition für 8 Musiker und Live-Elektronik von Dorothée Hahne, ebenfalls mit dem Duo Ttukunak und weiteren sehr spannenden Akteuren zu hören. Eine neue Quintettversion von „Dunkelzelt“ wird am 2. Juli 2011 vom Ensemble XENON in Berlin aufgeführt, das ausserdem auch eine Duoversion des Hahnschen „dance macabre“ sowie Kompositionen von John Cage und Markus Wettstein präsentiert. Weiterlesen »

Berlin: Ensemble Xenon

2. Juli 2011
20:00bis21:00

DUNKELZELT – Konzert des Ensemble Xenon

Das Organische, das Objekthafte und das Zufällige – um diese Themen kreist das dritte Konzert des ensemble xenon im Studio Niculescu. Organisch ist das Instrumentarium in Markus Wettsteins bärenklau: das Stück wird ausschließlich auf Pflanzen gespielt. Organisch ist die Struktur von Dorothée Hahnes Dunkelzelt: ein Computerprogramm beeinflusst das musikalische Geschehen so, wie eine genetischer Code die Anordnung von Zellen. Womit die Ausführenden auf der Bühne das System füttern, ist von der Komponistin nicht vorbestimmt. Hier ist der Zufall im Spiel. Noch bevor John Cage systematisch mit dem Zufall zu arbeiten begann, behandelte er in den Sonatas and Interludes die Klänge wie Objekte, komplexe Gebilde, die unverändert immer wieder auftauchen.

Programm:

Dorothée Hahne:  „dance macabre“ für Sopransaxophon, Viola & Live-Elektronik
John Cage: drei Sonatas
Markus Wettstein: „bärenklau“ für Pflanzen und sechs Ausführende
John Cage: drei Stücke aus Songbooks
Dorothée Hahne: Dunkelzelt für Ensemble und Elektronik

Ensemble Xenon: Weiterlesen »

Moers: moers festival „Konzerte im Dunkeln“

10. Mai 2008
16:00bis16:30
18:00bis18:30
20:00bis20:30
11. Mai 2008
16:00bis16:30
18:00bis18:30
20:00bis20:30
12. Mai 2008
16:00bis16:30
18:00bis18:30

Bei den Konzerten im Dunkeln geht es um das Erleben von Musik ohne die ‚Ablenkung’ durch optische Reize. Nachdem 2006 der Saxofonist und Klarinettist Eckard Koltermann und 2007 Violinistin Gunda Gottschalk die „concerts in the dark“ verantwortet haben, ist in diesem Jahr der aus Moers stammende Kontrabassist Tim Isfort Kurator für die dreitägige Konzertreihe im Dunkelzelt.

In seiner Konzeption für das Dunkelzelt 2008 finden sich Elemente wieder, die in Tim Isforts Vita eine durchgängige Rolle spielen. Zunächst die Verbindung von Musikern und Künstlern, die – auf den ersten Blick – aus sehr verschiedenen Richtungen kommen. Weiterhin die Einbindung von Sprache und Stimme in den musikalischen Kontext, und schließlich der soundtechnische Aspekt: An allen drei Tagen wird Dorothée Hahne als Live-Elektronikerin die Klänge der Musiker bearbeiten und im 5.1 Surroundverfahren verstärken. Durch eine spezielle Anordnung von Musikern und Lautsprechern entsteht so eine Rundumbeschallung aus elf bis zwölf Klangquellen. Ein weiterer fester Bestandteil an allen Tagen im Dunkelzelt ist neben Dorothée Hahne das baskische Perkussions-Duo Ttukunak, das bereits am Freitag im Hauptprogramm auftritt.

Kurator: Tim Isfort

In Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband

10. Mai 2008:
Eva Verena Müller_voc, Peter Bolte_sax, fl, Thorsten Töpp_git, electr, Hans-Peter Faßbender_p, synth, Norbert Krause_electr
Sara & Maika Gómez_txalaparta, Dorothée Hahne_live-electronics

11. Mai 2008:
Christian Brückner_voc, Kai Brückner_git, Christofer Varner_tb, electr, Achim Krämer_dr, Till-o-mat Steinebach_turntables
Sara & Maika Gómez_txalaparta, Dorothée Hahne_live-electronics

12. Mai 2008:

Philippe Micol_ts, ss, b-cl, Thomas Lehn_analog-synth, Martin Theurer_p, inside-piano, Christoph Hillmann_dr, electr
Sara & Maika Gómez_txalaparta, Dorothée Hahne_live-electronics

Ort:
Moers Festival
Meerstraße 2
Moers Deutschland 47441

Kontakt:
http://www.moers-festival.de/index.php?id=542

Dunkle Klangerlebnisse | 12.03.2008 Rheinische Post

Moers (RP) Im Rahmen des Moers festival 08 finden wieder Konzerte im Dunkeln statt. In einem völlig abgedunkelten Zelt spielen Musiker inmitten des Publikums. Kurator der dreitägigen Konzertreihe ist der Moerser Tim Isfort.

Hören, ohne zu sehen. Sehen, was Blinde sehen. Fühlen, wie Blinde fühlen. Bei den Konzerten im Dunkeln wird Musik erlebt – ohne Ablenkung von optischen Reizen. In einem völlig abgedunkelten Zelt taucht das Publikum tief in musikalische Klangwelten ein und erlebt Musik in seiner Ursprünglichkeit.

In Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband finden im Rahmen des Moers festival 08 wieder Konzerte im Dunkeln statt. Als Kurator konnte in diesem Jahr Tim Isfort gewonnen werden. Der gebürtige Moerser ist in der Szene bestens bekannt. Isfort hat sich in zahllosen Bands und Projekten einen Namen als Bassist gemacht. Seit 2005 arbeitet er regelmäßig für das Moerser Schlosstheater. „Wir sind sehr froh, dass Tim Isfort diese Aufgabe übernimmt. Wir hätten uns keinen besseren für die Konzertreihe im Dunkeln vorstellen können“, erklärt Mitorganisator Hartmut Hohmann. Auch der Kurator selbst, fühlt sich geehrt: „Ich bin sehr stolz, die Leitung übernehmen zu dürfen. Für mich ist das eine große Herausforderung.“ Auch für die Musiker ist es eine große Herausforderung im Dunkeln zu spielen.

Für die Konzeption der Dunkelkonzerte wurde dem Kurator völlig „freie Hand“ gelassen. „Wir können das Rad zwar nicht neu erfinden, aber wir haben versucht das Programm ein wenig anders zu gestalten als sonst“, erläutert der Kurator. Isforts Handschrift ist in der Konzeption deutlich zu erkennen. Es finden sich Elemente wieder, die in seinem Leben eine durchgängige Rolle spielen. Es werden Künstler und Musiker aus verschiedensten Musikrichtungen miteinander verbunden, Sprache und Stimme in den musikalischen Kontext einfließen und die Klänge der Musiker zudem noch von Live-Elektronikerin Dorothée Hahne bearbeitet und im 5.1 Surroundverfahren verstärkt. Die Zuhörer verschmelzen im Dunkeln mit der Musik. Es gibt keine konventionelle Bühne. Die Musiker spielen inmitten des Publikums. Durch eine spezielle Anordnung entsteht eine Rundumsbeschallung aus zwölf Klangquellen.

Die Konzerte im Dunkeln verbinden Kultur mit sozialem Engagement. Sie sind barrierefrei, so dass Menschen mit Behinderungen problemlos teilnehmen können. „Dafür haben wir auch schon eine Auszeichnung vom ADAC erhalten“, erläutert Hohmann. Es wird darauf geachtet, dass nicht der geringste Sonnenstrahl ins Zelt gelangen kann. „Die kleinste Lichtquelle würde sofort das Projekt zunichte machen“,erklärt Hohmann. Konzerte im Dunkeln finden statt vom zehnten bis zwölften Mai. Jeweils 16 und 19 Uhr.

VON CHRISTIAN SCHWERDTFEGER

Quelle: Rheinische Post