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Bremen: Debutkonzert Duo Antlia

9. Juli 2015
19:30

Duo Antlia - BArbara Heindlmeier & Julia Fritz

Debut Konzert Duo Antlia

Julia Fritz & Barbara Heindlmeier

„Unearthly“

Musik aus Mittelalter und Moderne für Blockföten und Elektronik

Eintritt 4,50€/ 3€ (Studenten der HfK freier Eintritt) Weiterlesen »

Weg mit den Stereotypen | 08.02.2014 TAZ

TANZTHEATER In „Hexen GmbH“ räumt ein inklusives Ensemble tänzerisch mit Märchenklischees und Vorurteilen auf und begeistert das Publikum in der Schwankhalle

VON JENS LALOIRE

Eine High-Society-Lady stöckelt im Mini über einen imaginären Laufsteg, ihre Perücke scheint verrutscht, der Gang auf den hochhackigen Schuhen wackelig, die gesamte Erscheinung wirkt fragil. Vielleicht eine gestrandete Dame, die schon bessere Zeiten gesehen hat. Wären da nicht diese 30 bis 40 Zentimeter langen, äußerst spitz zulaufenden Finger, mit denen sie unbeholfen rumfuchtelt, käme man nicht auf die Idee, dass da eine Hexe über die ganz in Weiß gehaltene Bühne schwankt – denn sie entspricht so gar nicht dem Klischee, das durch unsere Köpfe geistert. Wo ist die krumme Nase? Wo die markante Warze? Wo das Kopftuch, unter dem sich das zerzauste, schwarz-graue Haar hervorkräuselt?

Auch die anderen Märchenfiguren, die immer wieder für kurze Momente ins Licht treten, widersetzen sich auf der Bühne den auf sie zugeschnittenen Verhaltensmustern. Zum Beispiel die Prinzessin im weißen Kleidchen, die so zart und zerbrechlich vor ihrem männlichen Gegenüber dasteht und aus der es plötzlich ausbricht: Mit ein paar magischen Handbewegungen drückt sie den Recken zu Boden und haucht ihm (überhaupt nicht prinzessinnenhaft) das Lebenslicht aus.

Der spielerische Umgang mit stereotypen Märchenwelten zieht sich als roter Faden durch die neue Tanztheaterproduktion der „tanzbar_bremen“, die am Donnerstagabend in der ausverkauften Schwankhalle uraufgeführt wurde. „Hexen GmbH“ räumt dabei nicht nur mit eindimensionalen Sichtweisen und Vorurteilen gegenüber Hexen auf, sondern zugleich mit Vorurteilen gegenüber Menschen mit Beeinträchtigung; denn das Ensemble des Abends setzt sich aus Tänzerinnen und Tänzern mit und ohne Beeinträchtigung zusammen, die gleichberechtigt miteinander auf der Bühne agieren. In den besten Momenten der Aufführung spielt es für die Zuschauer keinerlei Rolle, ob dort auf der Bühne zwei professionelle Tänzerinnen ohne Beeinträchtigung oder zwei beeinträchtigte Tänzer eine Szene darstellen. In erster Linie geht es um den Tanz, die Szenen und die Gesamtkomposition des Abends. Das ist Günther Grollitsch wichtig, der gemeinsam mit Corinna Mindt für die künstlerische Leitung und Choreografie des Stücks verantwortlich ist: „Nicht der pädagogische Ansatz steht für mich im Vordergrund, sondern der künstlerische. Es geht darum, dass das Ganze Kraft hat.“

Diese Kraft entwickelt das Ensemble in vielen eindringlichen Szenen: Wenn zu Beginn die Gruppe am Lagerfeuer die mystische Stimmung heraufbeschwört, wenn ein wild gemischtes Märchenfigurenkabinett über die Bühne tobt oder fünf Tänzer gemeinsam einen schwarzen Ritter darstellen. Die Akteure überzeugen dabei vor allem als Team, das in hohem Tempo mit vielen Kostümwechseln allerlei Märchenwelten hervorzaubert und dekonstruiert. Unterstützt werden die gelungenen Gruppenchoreografien von der durchgehend präsenten und abwechslungsreichen Musik der Komponistin Dorothée Hahne, die Stimmungen verstärkt und Wechsel initiiert. Insgesamt verbreiten Musik wie Choreografie eine sehr mystische Atmosphäre, die gelegentlich auch humorvoll gebrochen wird – zum Beispiel, wenn fünf (statt sieben) Zwerge in türkisfarbenen Kapuzenpullis als drolliger Tölpeltrupp über die Berge trippeln, stampfen und stolpern.

Neben den drei professionellen und den drei beeinträchtigten Tänzern agieren in diesem Zwergenquintett sowie in anderen Szenen des Abends vier Schülerinnen und Schüler der Werkstufe des Schulzentrums Neustadt, die im Rahmen der Kooperation mit „tanzbar_bremen“ erstmals mit Tanztheater in Kontakt gekommen sind und sich dafür erstaunlich gut in die Choreografien integrieren. Überhaupt ist „Hexen GmbH“ vor allem ein Ensemblestück, das anhand von Rollenklischees aus dem Märchenkosmos mit Vorurteilen in unserer realen Welt aufräumt. Das Publikum dankte es mit lang anhaltendem Applaus und vielen Bravos.

Freitag, 14. & Samstag, 15. Februar, 20 Uhr;  am Samstag, 15. Februar mit Publikumsgespräch nach der Vorstellung, Schwankhalle Bremen

„Nicht der pädagogische Ansatz steht für mich im Vordergrund, sondern der künstlerische. Es geht darum, dass das Ganze Kraft hat“

GÜNTHER GROLLITSCH, CHOREOGRAF

Original-Artikel bei taz.de

»HEXEN GMBH« TANZBAR_BREMEN

6. Februar 2014
20:00
7. Februar 2014
20:00
8. Februar 2014
20:00
14. Februar 2014
20:00
15. Februar 2014
20:00

»Hexen GmbH«

URAUFFÜHRUNG 6. Februar 2014
Tanztheater von tanzbar_bremen
Am Do,  06./ Fr,  07./ So, 08./ Fr, 14./ Sa, 15.02.2014  / 20:00 Uhr / Schwankhalle Bremen

Künstlerische Leitung: Günther Grollitsch und Corinna Mindt
Choreografie: Günther Grollitsch
Musik/Komposition: Dorothée Hahne
Tanz/Darstellung: tanzbar_bremen – Neele Buchholz, Tomas Bünger, Jenny Ecke, Doris Geist, Corinna Mindt, Oskar Spatz und Schüler/innen der Werkstufe des Schulzentrums Neustadt – Ahmed Gando, Isabel Hellmers-Lopez, Lisa Janik, Trudi Richardson I Kostüm- /Bühnenbild: Katja Fritzsche
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Bremen: Herrscherinnen über Himmel–Erde–Unterwelt

4. März 2012
18:00bis20:00


Kammermusik auf dem Hochchor

Werke von J. B. Lully, G. F. Händel, H. Berlioz & D. Hahne

 

Angela Postweiler, Sopran
Barbara Heindlmeier, Flöten
Christian Heim, Flöte & Viola da Gamba
Tobias Gravenhorst, Tasteninstrumente
Dorothée Hahne, Klangregie

Persephone, die Göttin der Unterwelt – Cleopatra, die stolze Pharaonin zwischen Himmel und Hölle – Theophanu, die deutsche Kaiserin aus Byzanz – Maria, die Himmelskönigin. Vier Herrscherinnen ganz unterschiedlicher Art begegnen sich in diesem Konzert. Zukunftsweisende Musik des Hochbarock, träumerische Musik der Gegenwart, romantische Musik mit barockem Instrumentarium – und natürlich auch einfach schöne Barockarien: Wir laden Sie ein zu einem Konzert zwischen den Stilen, zwischen den Jahrhunderten, an verschiedenen Stellen des Doms.

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Bremen: commentari

11. Juni 2005
20:00

comBremen2005Dorothée Hahne: commentari
Konzert für Blockflöten, Didgeridoo & Live-Elektronik
Dorothee Oberlinger – Blockflöten
Dorothée Hahne – Didgeridoo, Elektronik
Die Idee der „commentari“ (lat.: Betrachtungen anstellen, etwas überdenken) basiert auf den Legenden über die Märtyrerin Ursula und deren Vertonung von Hildegard von Bingen in der Sequenz “ O ecclesia“.Das Konzert in 5 Teilen spiegelt nicht nur das Klangrepertoire der Blockflöten-Virtuosin Dorothee Oberlinger, sondern spannt einen Bogen, der die charakteristischen Spieltechniken des akustischen und elektronischen Instrumentariums der beiden Musikerinnen und die Akustik des Kirchenraumes umfasst. Die akustischen Instrumente sind das aus der Urzeit stammende Didgeridoo, ein Kunststoffrohr, mittelalterliche, sowie Sopran-, Alt-, Tenor- und Subbassblockflöten. Die Elektronik besteht aus live-elektronischen Geräten und einem Computer.Das Konzert wurde 1999 anläßlich des Romanischen Sommer Köln für Dorothee Oberlinger komponiert und in St. Ursula in Köln uraufgeführt. Nach über 30 Aufführungen ist das Konzert auch als CD erhältlich und wird von der elektronischen Komposition „Speciosa“ ergänzt, für die die Glockenklänge des Kölner Doms elektronisch bearbeitet wurden.

Konzertprogramm:

Ort: Friedenskirche, Humboldstrasse 175 – 177, Bremen