H-Blog - von einer, die auszog das Glauben zu lernen

BR: Sehen statt Hören – Tanz trifft Gebärdensprache

4. Oktober 2014
10:00bis10:30

Die  Tanztheaterproduktion “Hexen GmbH” mit dem inklusiven Tanzprojekt tanzbar_bremen war im vergangenen Jahr eine sehr bewegende, schöne und fruchtbare Erfahrung. Im Besonderen gilt das auch für die spannende Zusammenarbeit mit der gehörlosen Tänzerin und Gebärdensprachdozentin Doris Geist. Das Bayerische Fernsehen hatte u.a. die “Hexen GmbH” besucht und am 4. Oktober 2014 in der Sendung “Sehen statt Hören” – Tanz trifft Gebärdensprache darüber berichtet. Der Beitrag kann mit einem Klick auf das Bild unten in der BR-Mediathek angesehen werden.

HexenGmbH-BR04102014

Eifel: Klanginstallation “Sagenhaft” @ 1. Schleidener Nikolausmarkt

Update: Die Klanginstallation mußte leider aus gesundheitlichen Gründen abgesagt werden. 

Die Klanginstallation “Sagenhaft” der Komponistin Dorothée Hahne erklingt am 6. und 7. Dezember im Rahmen des 1. Schleidener Nikolausmarktes. “Sagenhaft” besteht hauptsächlich aus einem Computerscript, das alles Gesagte nach 3,33 Sekunden wiedergibt und damit Reflexionen über Flüchtig- und Wertigkeit der Worte anregt. 2010 hatte die Klanginstallation in Bad Münstereifel Premiere. Zuletzt war sie auf der Internationalen Tanzmesse 2014 in Düsseldorf zu erleben.

SchleidenerNikolausMarkt2014

Ludwigshafen: tanzbar_bremen @ no ballet – 9th International Choreography Competition 2014

20. November 2014bis23. November 2014

noballet2014Schöne und spannende Nachrichten:

tanzbar_bremen ist vom 20.11. bis zum 23.11.2014 mit einem Ausschnitt aus “Hexen GmbH” zu dem internationalen Choreographiewettbewerb “No Ballet” nach Ludwigshafen eingeladen.

Eine große Auszeichnung für das Projekt für Zeitgenössischen Tanz für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, denn nur 16 Gruppen aus über 350 Einsendungen aus der ganzen Welt wurden für diese Einladung von einer rennomierten Jury ausgewählt.

Alle Informationen zum Wettbewerb hier

Wasserleben (DLF): Grundton D – Repeat it!

1. Juni 2014
17:00
14. Juli 2014
21:05

SonderstempelWasserleben

Dorfkirche in Wasserleben wartet mit Benefizkonzert von Deutschlandfunk und Deutscher Stiftung Denkmalschutz auf.

Am Sonntag, den 1. Juni 2014 findet um 17.00 Uhr in der Dorfkirche in Wasserleben ein Konzert der Reihe „Grundton D“ statt. Die Künstler spielen ihr Programm “Repeat it – Das Prinzip der Wiederholung vom 12. bis ins 21. Jahrhundert“.
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BR-Klassik: Junge Talente – Sophia Schambeck

16. April 2014
20:00
10. Mai 2014
16:05bis18:00

sophia_schambeck.250x0Die 20jährige Blockflötistin Sophia Schambeck aus München wurde bereits im Regionalwettbewerb Jugend Musiziert mit einem ersten Preis und darüber hinaus für Ihre Interpretation von “commentari III”  von der Versicherungskammer Kulturstiftung mit dem Sonderpreis für die herausragende Interpretation eines Zeitgenössischen Werk ausgezeichnet.

400px-BR-Klassik.svgAuch im  anschließenden Landeswettbewerb erreichte sie einen ersten Preis und wurde beim Preisträgerkonzert für Ihre Interpretation von “commentari III” von der Versicherungskammer Kulturstiftung  ein zweites mal mit dem “Sonderpreis für die herausragende Interpretation eines Zeitgenössischen Werk geehrt”. Die Versicherungskammer Kulturstiftung unterstützt junge Musiker bei der Auseinandersetzung mit der Gegenwartsmusik.
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Vincent Lauzer: Ein wahres Talent … spielt commentari III | 28.02.2014 Musical Toronto

Vincent Lauzer

Vincent Lauzer | recorder

If you had heard Regina-based Artistic Director Simon Fryer announce the Women’s Musical Club of Toronto’s (WMCT) 117th concert season in 2014-2015, witnessed the enthralling performance by Montreal’s Vincent Lauzer, shared the experience with a packed Walter Hall, your faith in Toronto’s classical music scene would be doubly renewed.

The “Music in the Afternoon” series features an artful line-up of debuts by international artists, and some of Canada’s most promising up-and-coming performers.

Recorder music might not bring to mind excitement and nuance, but a listen to Vincent Lauzer—winner of the WMCT’s 2012 Career Development Award—would certainly open audiences up to some exquisite musical moments with one of the most understated instruments in western music.

The program featured works by Baroque composers Sammartini, J.S. Bach, Corelli and Vivaldi, which were rendered tastefully by the continuo ensemble with Mylène Bélanger on harpsichord, Chloe Meyeres and Tanya LaPerrière on baroque violin, Jacques-André Houle on baroque viola, and Mélisande Corriveau on baroque cello.

The ensemble was in perfect balance with the incredible nuances revealed to the deep listener. Everyone, including the ensemble, was enchanted with Lauzer’s winning personality.

The most exciting part of the concert was a selection of contemporary works written for solo recorder titled, “Minimal Music” and “Schlaflied für einen Kolibri (Lullaby for a hummingbird)” from a suite by composer Marcus Zahnhausen. In a style of music known for its deceptive simplicity, they provided a vehicle to draw out Lauzer’s breathtaking virtuosity. Playing from memory, Lauzer shined over the pieces’ densely packed lines, which were subtly shaped into a frenzy that conveyed the up-tempo work’s larger musical ideas.

The second half of the concert opened with “Meditation,” by Japanese composer Ryōhei Hirose. Lauzer played the work by invoking the sound of a Shakuhachi (Japanese flute), and then followed with the finale of the program, “Commentari III” by German composer Dorothée Hahne.

Perhaps the WMCT wasn’t the place you would expect to hear live electronics music, but it speaks greatly of its devotion to the standards set by those before us. By selecting Lauzer as their career development award winner, they demonstrate a commitment to paving the way towards a vision of the future. Lauzer is a true talent with a captivatingly delicate yet robust musicality.

There are already plans for a 2015 presentation of the award; the 10th since it was founded in 1990. Two additional runner-up prizes will be added, and the main prize will be increased from $15,000 to $20,000. If this concert was any indication, there is some impressive music making for us to look forward to from the WMCT in the seasons to come.

Learn more about their new season here and read more about the prize here.

Margaret Lam

Quelle/Original Artikel: Musical Toronto

Weg mit den Stereotypen | 08.02.2014 TAZ

TANZTHEATER In “Hexen GmbH” räumt ein inklusives Ensemble tänzerisch mit Märchenklischees und Vorurteilen auf und begeistert das Publikum in der Schwankhalle

VON JENS LALOIRE

Eine High-Society-Lady stöckelt im Mini über einen imaginären Laufsteg, ihre Perücke scheint verrutscht, der Gang auf den hochhackigen Schuhen wackelig, die gesamte Erscheinung wirkt fragil. Vielleicht eine gestrandete Dame, die schon bessere Zeiten gesehen hat. Wären da nicht diese 30 bis 40 Zentimeter langen, äußerst spitz zulaufenden Finger, mit denen sie unbeholfen rumfuchtelt, käme man nicht auf die Idee, dass da eine Hexe über die ganz in Weiß gehaltene Bühne schwankt – denn sie entspricht so gar nicht dem Klischee, das durch unsere Köpfe geistert. Wo ist die krumme Nase? Wo die markante Warze? Wo das Kopftuch, unter dem sich das zerzauste, schwarz-graue Haar hervorkräuselt?

Auch die anderen Märchenfiguren, die immer wieder für kurze Momente ins Licht treten, widersetzen sich auf der Bühne den auf sie zugeschnittenen Verhaltensmustern. Zum Beispiel die Prinzessin im weißen Kleidchen, die so zart und zerbrechlich vor ihrem männlichen Gegenüber dasteht und aus der es plötzlich ausbricht: Mit ein paar magischen Handbewegungen drückt sie den Recken zu Boden und haucht ihm (überhaupt nicht prinzessinnenhaft) das Lebenslicht aus.

Der spielerische Umgang mit stereotypen Märchenwelten zieht sich als roter Faden durch die neue Tanztheaterproduktion der “tanzbar_bremen”, die am Donnerstagabend in der ausverkauften Schwankhalle uraufgeführt wurde. “Hexen GmbH” räumt dabei nicht nur mit eindimensionalen Sichtweisen und Vorurteilen gegenüber Hexen auf, sondern zugleich mit Vorurteilen gegenüber Menschen mit Beeinträchtigung; denn das Ensemble des Abends setzt sich aus Tänzerinnen und Tänzern mit und ohne Beeinträchtigung zusammen, die gleichberechtigt miteinander auf der Bühne agieren. In den besten Momenten der Aufführung spielt es für die Zuschauer keinerlei Rolle, ob dort auf der Bühne zwei professionelle Tänzerinnen ohne Beeinträchtigung oder zwei beeinträchtigte Tänzer eine Szene darstellen. In erster Linie geht es um den Tanz, die Szenen und die Gesamtkomposition des Abends. Das ist Günther Grollitsch wichtig, der gemeinsam mit Corinna Mindt für die künstlerische Leitung und Choreografie des Stücks verantwortlich ist: “Nicht der pädagogische Ansatz steht für mich im Vordergrund, sondern der künstlerische. Es geht darum, dass das Ganze Kraft hat.”

Diese Kraft entwickelt das Ensemble in vielen eindringlichen Szenen: Wenn zu Beginn die Gruppe am Lagerfeuer die mystische Stimmung heraufbeschwört, wenn ein wild gemischtes Märchenfigurenkabinett über die Bühne tobt oder fünf Tänzer gemeinsam einen schwarzen Ritter darstellen. Die Akteure überzeugen dabei vor allem als Team, das in hohem Tempo mit vielen Kostümwechseln allerlei Märchenwelten hervorzaubert und dekonstruiert. Unterstützt werden die gelungenen Gruppenchoreografien von der durchgehend präsenten und abwechslungsreichen Musik der Komponistin Dorothée Hahne, die Stimmungen verstärkt und Wechsel initiiert. Insgesamt verbreiten Musik wie Choreografie eine sehr mystische Atmosphäre, die gelegentlich auch humorvoll gebrochen wird – zum Beispiel, wenn fünf (statt sieben) Zwerge in türkisfarbenen Kapuzenpullis als drolliger Tölpeltrupp über die Berge trippeln, stampfen und stolpern.

Neben den drei professionellen und den drei beeinträchtigten Tänzern agieren in diesem Zwergenquintett sowie in anderen Szenen des Abends vier Schülerinnen und Schüler der Werkstufe des Schulzentrums Neustadt, die im Rahmen der Kooperation mit “tanzbar_bremen” erstmals mit Tanztheater in Kontakt gekommen sind und sich dafür erstaunlich gut in die Choreografien integrieren. Überhaupt ist “Hexen GmbH” vor allem ein Ensemblestück, das anhand von Rollenklischees aus dem Märchenkosmos mit Vorurteilen in unserer realen Welt aufräumt. Das Publikum dankte es mit lang anhaltendem Applaus und vielen Bravos.

Freitag, 14. & Samstag, 15. Februar, 20 Uhr;  am Samstag, 15. Februar mit Publikumsgespräch nach der Vorstellung, Schwankhalle Bremen

“Nicht der pädagogische Ansatz steht für mich im Vordergrund, sondern der künstlerische. Es geht darum, dass das Ganze Kraft hat”

GÜNTHER GROLLITSCH, CHOREOGRAF

Original-Artikel bei taz.de

Es gibt noch bessere Gründe aus dem ADAC auszutreten – Ein Aufruf

MiniSchachDank der Dusseligkeit des ADAC sich beim Frisieren der Zahlen für den gelben Engel erwischen zu lassen, hat nun auch der/die Letzte die wunderbare Gelegenheit zu begreifen, das der ADAC glasklaren Lobbyismus betreibt. Wer sich jemals darüber gewundert haben sollte, warum in Deutschland trotz aller Umwelt- und Unfallstatistiken ohne Limit über Autobahnen gerast werden kann, findet bei Recherchen über den ADAC alle passenden Puzzlesteinchen. Von daher finde ich die aktuelle Entrüstung darüber, daß der ADAC Lobbyismus betreibt geradezu lächerlich.
Der Grund, warum ich jetzt trotzdem zum Austritt aus dem ADAC aufrufe, ist aber der, daß in der Vereinzeitschrift ADAC Motorwelt, die den unzähligen Millionen Vereinmitgliedern kostenlos zugesendet wird (und die ich erst vor kurzem erstmals durchblättert habe, bevor sie ins Altpapier befördert wurde) sich der ADAC seit Jahren auch noch daran bereichern muss, durch ganzseitige Werbeanzeigen dem rechten Gedankengut vertreibenden Kopp-Verlag Öffentlichkeit zu verschaffen. Das geht schon mal garnicht! Zuerst wollte ich einen engagierten Brief an den ADAC schreiben, nach ersten Recherchen habe ich nun aber erfahren, daß das Mitglieder schon vor Jahren versucht haben, offensichtlich erfolglos, also bleibt nur eins: Austreten und zwar so schnell wie möglich. Unterstützern von rechtspopulistischen Gedankengut keinen einzigen Cent, denn wir sind das Volk und das ist gut so. Sehr gut – sogar! Und -> Es gibt auch Alternativen für diejenigen, die auf eine professionelle Pannenhilfe nicht verzichten möchten!

Auf ein Neues

Alle besten Wünsche für 2014, diesen wunderbaren Planeten und Alle, die darauf leben!

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